Auto behindertengerecht umbauen: Alle wichtigen Infos!

Menschen mit einer Behinderung sind in ihrer Freiheit oft eingeschränkt. Oft ist ein Autoumbau eine sehr große Erleichterung im Alltag. Der Fahrzeugumbau für Menschen mit Behinderung, kann je nach Grad der Behinderung zu neuer Mobilität führen. Nach Umbau können diese Menschen ihr Auto selber fahren.

Der Fahrzeugtrend zu immer größeren Wagen, wie z.B. Minivans ist sehr förderlich, da diese Fahrzeuge oft genügend Platz für einen Rollstuhl bieten. Die Umbaumaßnahmen an diesen Fahrzeugen sind um ein vielfaches leichter, als bei einem Kleinwagen.

Behindertengerecht umbauen: Das Auto individuell anpassen

Es muss nicht immer gleich ein Neuwagen sein, der umgebaut werden muss. Oft können auch viele gebrauchte Modelle für die Nutzung als behindertengerechtes Fahrzeug umgebaut werden. Mit ein paar wenigen Anpassungen am Fahrzeug kann so die Mobilität für behinderte Menschen erhöht werden. Der Fahrzeugumbau von gebrauchten Autos ist eine günstige Alternative zum Kauf eines Neuwagens.

Die Möglichkeiten für das Fahrzeugumrüsten sind vielfältig. Es gibt Lenkhilfen, Anpassung von Sitzschienen und Einstiegshilfen. Über ein Rutschbrett können Rollstuhlfahrer leichter ins Fahrzeug einsteigen. Das Rutschbrett ist im ausgeklappten Zustand auf gleicher Höhe, wie der Rollstuhl. So kann Rollstuhlfahrer sich leichter umsetzen.

Der Fahrzeugumbau für mehr Sicherheit

Bevor der Umbau startet, sollten einige wichtige Fragen geklärt sein. Kann der/ die Fahrer/ in mit Handicap alle Bedienelemente erreichen und hat er/ sie auch genügend Kraft? Wie sieht es mit der Bedienung der Kupplung und des Gaspedales aus?

Auf jeden Fall sollten Sie sich bei einem Experten für das Umrüsten Ihres Fahrzeuges erkundigen. Er hat die nötige Erfahrung und Kenntnisse und kann sie bei dem Umbau ihres Autos beraten. So gibt es spezielle Servolenkungen die den Kraftaufwand deutlich reduzieren. Auch ein Knauf am Lenkrad kann eine deutliche Erleichterung sein. Durch speziell ergonomisch geformte Autositze kann der Rücken entlastet werden. Die Möglichkeiten sind vielfältig und sollten immer individuelle an die Bedürfnisse des/ der Fahrers/in angepasst werden.

Wer übernimmt die Kosten für den behindertengerechten Umbau von KFZ?

Die Kosten für die Umrüstung ihres Fahrzeuges werden nur dann erstattet, wenn es keine andere Alternativen gibt um einen Arbeitsplatz bzw. Kunden zu erreichen. Die Verordnung über Kraftfahrzeughilfe zur beruflichen Rehabilitation (Kraftfahrzeughilfe-Verordnung - KfzHV) ist da eindeutig. Es handelt sich hierbei immer um eine Einzelfallentscheidung. Bei Antragsstellung darf noch kein Fahrzeug vorhanden sein und das Fahrzeug muss auf den Antragsteller zugelassen sein. Ansprechpartner für die Kostenträgerschaft können die Rentenversicherung, die Agentur für Arbeit oder bei Wege- und Arbeitsunfällen die Berufsgenossenschaft sein.